In den letzten Jahren hat die Zunahme ungesunder Lebensweisen und des steigenden sozialen Drucks auf Frauen zu einem deutlicheren Anstieg des polyzystischen Ovarialsyndroms (PCOS) geführt. Studien aus dem Ausland zeigen, dass PCOS bei Frauen im gebärfähigen Alter mit 6–15 % auftritt, während der Anteil in China zwischen 6–10 % liegt.
Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) ist eine Erkrankung, die häufig bei Frauen im gebärfähigen Alter aufgrund endokriner Störungen auftritt. Sie äußert sich hauptsächlich in einem gestörten Glukose- und Fettstoffwechsel sowie in reproduktiven Funktionsstörungen. Zu den klinischen Diagnosekriterien gehören Hormonstörungen (erhöhter Androgenspiegel), Ovulationsstörungen und polyzystische Veränderungen der Eierstöcke. Die meisten Frauen mit PCOS weisen zudem metabolische Risikofaktoren wie Insulinresistenz, Adipositas und Fettleber auf.
Derzeit stehen nur wenige Medikamente zur Behandlung des polyzystischen Ovarialsyndroms (PCOS) zur Verfügung. Die gängigste Methode besteht darin, PCOS durch die gezielte Hemmung des Androgenüberschusses mit Antiandrogenen zu verbessern. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass Antiandrogene eine starke Lebertoxizität aufweisen, weshalb ihre Anwendung begrenzt ist. Daher ist es von großer Bedeutung, nach natürlichen Substanzen ohne Nebenwirkungen zu suchen, die die derzeitigen Medikamente ersetzen können.
Eine aktuelle Studie der University of New South Wales in Australien ergab, dass das polyzystische Ovarialsyndrom mit einem NAD+-Mangel zusammenhängt. Die Forschungsergebnisse wurden in der wissenschaftlichen Zeitschrift „Molecular Metabolism“ veröffentlicht.
Das Forschungsteam implantierte zunächst weiblichen Mäusen vor und nach der Pubertät Dihydrotestosteron (DHT) subkutan, um ein PC-COS-Mausmodell zu etablieren. Nach 8 Wochen NMN-Behandlung wurden Nüchterninsulin und HOMA-Insulinresistenz bestimmt, ein Glukosetoleranztest durchgeführt und Fettgewebe analysiert. Die statistischen Ergebnisse zeigen:
1. N MN stellt den N AD + -Spiegel im Muskel von P COS-Mäusen wieder her.
Es wurde festgestellt, dass der NAD+-Spiegel in der Muskulatur von PCOS-Mäusen signifikant verringert war und dass der NAD-Spiegel in der Muskulatur von PCOS-Mäusen durch NMN-Fütterung wiederhergestellt wurde.
2. NMN verbessert Insulinresistenz und Fettleibigkeit bei PCOS-Mäusen
Bei PCOS-Mäusen im Fastenzustand verdoppelten sich die DHT-induzierten Insulinspiegel, was möglicherweise auf eine Insulinresistenz hindeutet. Durch die Gabe von NMN konnte der Nüchterninsulinspiegel auf ein Niveau nahe dem von gesunden Mäusen normalisiert werden. Zusätzlich erhöhte sich das Körpergewicht der PCOS-Mäuse um 20 %, und die Fettmasse nahm signifikant zu.
3. NMN stellt die abnorme hepatische Lipidablagerung bei PCOS-Mäusen wieder her.
Eines der Merkmale des polyzystischen Ovarialsyndroms ist die Fetteinlagerung in der Leber und die daraus resultierende Fettleber. Nach der Gabe von NMN war die abnorme Fetteinlagerung in der Leber der PCOS-Mäuse nahezu vollständig beseitigt, und die Triglyceridwerte in der Leber normalisierten sich.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der NAD+-Spiegel in der Muskulatur von Frauen mit PCOS signifikant reduziert war und dass der Zustand von PCOS durch die Zufuhr von NMN, dem Vorläufer von NAD+, gelindert wurde. Dies könnte eine potenzielle therapeutische Strategie für die Behandlung von PCOS darstellen.
Referenzen:
[1] Aflatounian A, Paris VR, Richani D, Edwards MC, Cochran BJ, Ledger WL, Gilchrist RB, Bertoldo MJ, Wu LE, Walters KA. Abnehmendes Muskel-NAD+ in einem Hyperandrogenismus-PCOS-Mausmodell: Mögliche Rolle bei metabolischer Dysregulation. Mol Metab. 2022 Sep 9;65:101583. doi: 10.1016/j.molmet.2022.101583. Epub ahead of print. PMID: 36096453.
Veröffentlichungsdatum: 17. November 2022




