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Eine narrative Übersicht über die Nicotinamidadenindinukleotid (NAD)+-Zwischenprodukte Nicotinamidribosid und Nicotinamidmononukleotid zur Risikominderung bei Keratinozytenkarzinom

Nicotinamidadenindinukleotid (NAD+) ist ein Forschungsschwerpunkt von Wissenschaftlern im In- und Ausland. Die meisten Wissenschaftler gehen davon aus, dass der NAD+-Spiegel eng mit altersbedingten chronischen Erkrankungen wie Krebs, Adipositas, Bluthochdruck und Diabetes zusammenhängt.

Keratinozytenkarzinome (KC) sind die häufigsten bösartigen Tumore bei hellhäutigen Menschen und umfassen Basalzellkarzinome (BCC) und Plattenepithelkarzinome (cSCC). Kürzlich veröffentlichten amerikanische Wissenschaftler in J DRUGS DERMATOL einen Diskussionsartikel über die Supplementierung der NAD-Vorstufen NMN und NR zur Reduzierung des Risikos für Keratinozytenkarzinome.

NAD

Der Autor ist der Ansicht, dass Nicotinamid (NAM), als Vorstufe von NAD+, laut Choy B und anderen Wissenschaftlern das Auftreten von Keratinozytenkrebs reduziert. Nicotinamidmononukleotid (NMN) und Nicotinamidnukleosid (NR), die ebenfalls Vorstufen der NAD+-Synthese sind, könnten jedoch eine wirksamere Ergänzung zur Reduzierung des Auftretens von Keratinozytenkrebs darstellen.

Die orale Verabreichung von NMN und NR kann den NAD+-Spiegel wirksam erhöhen.

Im Jahr 2018 wiesen Sinclair DA und andere Wissenschaftler nach, dass die orale Gabe von NMN und NR im Vergleich zu NAM bei Menschen und Mäusen den NAD+-Spiegel im Blut bzw. in der Leber erhöhte. Dadurch wurde NAD+ durch NMN und NR effizienter synthetisiert.

NMN und NR sind sicher und besser verträglich.

NMN- und NR-Präparate werden häufig bei Menschen und Tieren eingesetzt, und bisher wurden keine toxischen Wirkungen oder schwerwiegenden Nebenwirkungen berichtet. Eine klinische Studie mit 25 prämenopausalen Frauen mit Prädiabetes, die täglich 250 mg NMN oral einnahmen, zeigte, dass NMN die Insulinempfindlichkeit der Muskulatur erhöhte, ohne unerwünschte Ereignisse zu verursachen. Eine zweite klinische Studie untersuchte die Wirkung von NMN auf die aerobe Leistungsfähigkeit von Läufern. 36 Teilnehmer erhielten täglich 300 mg (n=12), 600 mg (n=12) oder 1200 mg (n=12) NMN, und es wurden keine Nebenwirkungen oder unerwünschten Ereignisse berichtet. Obwohl die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA diese beiden Inhaltsstoffe noch nicht für Nahrungsergänzungsmittel zugelassen hat, sind NMN- und NR-Präparate problemlos online erhältlich, und viele Verbraucher nehmen sie bereits ein, in Dosierungen zwischen 500 mg und 1000 mg täglich. Bisher wurden keine unerwünschten Ereignisse festgestellt.

Im Vergleich zu NAM können orales NMN und NR den NAD+-Spiegel effizienter erhöhen und weisen eine bessere Verträglichkeit und Sicherheit auf. Dies stellt eine potenzielle Behandlungsstrategie für Dermatologen zur Reduzierung des Risikos von Keratinozytenkarzinomen dar. Allerdings sind noch umfangreiche klinische Studiendaten erforderlich, um die praktische Anwendung in der klinischen Praxis zu bestätigen.

Referenzen:

[1] Kahn B, Borrelli M, Libby T. Narrative Übersicht über die Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid (NAD)-positiven Zwischenprodukte Nicotinamid-Ribosid und Nicotinamid-Mononukleotid zur Reduktion des Risikos für Keratinozytenkarzinome. J Drugs Dermatol. 2022 Okt. 1;21(10):1129-1132. doi: 10.36849/JDD.6870. PMID: 36219044.


Veröffentlichungsdatum: 25. Oktober 2022